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Warum wurde das Netzwerk gegründet ?

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) als Folge sexualisierter Gewalt wird in vielen europäischen Ländern nach wie vor als Randthema betrachtet. Auch die bestehenden europäischen Netzwerke und Forschungsgruppen, die sich mit den psychischen Folgen von Traumata und mit PTSD beschäftigen, haben meist einen anderen Fokus: Sie kümmern sich hauptsächlich um Opfer von Kriegstraumata, Unfällen, Naturkatastrophen, Amokläufen. Dass Gewalt gegen Frauen eine verbreitete Menschenrechtsverletzung mitten in unserer Gesellschaft ist, die ebenso zu Traumatisierungen führen kann, findet dagegen kaum Beachtung. Diese Tabuisierung schlägt sich nicht zuletzt in einer schlechten Versorgungssituation der betroffenen Frauen in Europa nieder.
Die Initiatorinnen des European Trauma Net haben bereits im Jahr 2004 damit begonnen, länderübergreifende Projekte durchzuführen, um die Hilfen für durch Gewalt traumatisierte Frauen zu verbessern. Finanziell gefördert wurden diese Projekte von der Europäischen Kommission. Denn geschlechtsbezogene Gewalt zu bekämpfen ist eine Aufgabe, die sowohl von den Mitgliedsstaaten als von der Europäischen Union wahrgenommen werden muss und auch wahrgenommen wird. Dafür steht unter anderem die Daphne-Initiative der EU, die auch Mittel für die Gründung des European Trauma Net zur Verfügung stellt. Aus den Erfahrungen in diesen Projekten wurde die Idee für das Netzwerk geboren.
Es bedarf eines Wandels in den Einstellungen und Politiken, um zu erkennen: Gewalt gegen Frauen betrifft nicht nur das individuelle Opfer und den individuellen Täter, sie ist eine europaweite gesellschaftliche Realität, die Frauen krank macht. Um diesen Wandel zu fördern, ist ein intensiver Austausch zwischen allen Professionen, die mit gewaltbetroffenen Frauen in Kontakt kommen, ForscherInnen und den politisch Verantwortlichen sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene nötig.